Hallo Denver

Bereits im Januar 2009 hatte Ray unsere Flüge gebucht, und fast ein 3/4 Jahr hatten wir nun damit verbracht, die Stationen und Highlights unseres diesjährigen Urlaubs zu planen und zu organisieren.  Sämtliche Freunde und Kollegen verabschiedeten sich vor uns in den Urlaub, und auch wenn wir sehr viel Zeit zur Vorfreude hatten, die Zeit erschien endlos zu sein, bis auch wir endlich unseren wohlverdienten Urlaub antreten dürften.

 

Doch am 11.09.2009 war es ENDLICH so weit   , der heiß ersehnte Tag "X" war gekommen, die Koffer gepackt, und nach einem letzten Frühstück zu Hause und einem letzten Wohnungsrundgang saßen wir um 9 Uhr im Auto mit dem Ziel Airport Frankfurt a. Main. Ohne Probleme erreichten wir den Flughafen gegen 11 Uhr, der Mietwagen wurde abgegeben, und mit bereits im Internet ausgedruckter Boardingcard ging auch das Check-In flott und problemlos vonstatten. 

 

Nun hieß es nur noch eine knappe Stunde Wartezeit zu überbrücken, die bei der Vielzahl von Geschäften, durch die wir bummeln konnten, einigermaßen kurzweilig war.

Um ca. 12.30 Uhr passierten wir die Sicherheitskontrollen am Gate C 16, wo für 13.00 Uhr das Boarding vorgesehen war. Und wie schön: wir waren voll in der Zeit, keine Verspätungen, keine Komplikationen! Das klappte ja wirklich alles wie am Schnürchen, wir freuten uns, und auch wenn der 11.09. als Flugtag ein bißchen Bauchschmerzen verursachte (zumindest bei mir) - jetzt endlich ging es los - endlich - wie sehr hatten wir uns auf diesen Tag gefreut.....

 

Um 13.50 Uhr - unsere planmäßige Abflugszeit - war dann auch der Flieger voll besetzt, alles war "ready for take off", doch irgendwie bewegte sich nix. Noch dachten wir uns nichts, es gab ja zunächst genug zu erforschen (z.B. das Seat-Entertainment), doch dann kam die Durchsage des Flugkapitäns, dass es mit einem pünktlichen Start nun doch nichts werden würde. Wegen des starken Nordwindes war nämlich in Frankfurt lediglich eine Startbahn geöffnet, was zur Folge hatte, dass es bis sage und schreibe 15.15 Uhr dauerte, bis unser Flieger endlich in der Luft war. Und das war natürlich schon nervig, schließlich lagen jetzt zusätzlich zur Wartezeit noch satte 10 Stunden Flugzeit vor uns.....

Und dennoch, JETZT hatte unser Urlaub begonnen, und die Fliegerei würden wir auch hinter uns bringen. Und so war es auch: es war ein ruhiger Flug in einem bequemen, komfortablen Flugzeug der Lufthansa (Airbus A340 - 600), und von Stunde zu Stunde rückte unser Ziel näher.

 

 

Um 17.30 Uhr landeten wir in Denver, Colorado, und die Spannung stieg. Schließlich würde sich in Kürze entscheiden, mit welchem Fahrzeug wir in den nächsten drei Wochen unterwegs sein würden. Und da wir anspruchsvolle Offroad-Pläne hatten musste das Auto schon spezielle Anforderungen erfüllen     . 

Die Einreiseformalitäten verliefen problemlos, auch unser Gepäck war dort, wo wir es erhofften, so dass wir bereits um 18.15 Uhr mit dem Shuttlebus Richtung Autovermietung von "National" unterwegs waren. Und schließlich war auch bei National der Papierkram geschafft und gerade noch im letzten Tageslicht konnten wir die Fahrzeugreihe der SUV's besichtigen.  Und bereits beim zweiten Fahrzeug strahlten Ray's Augen, denn wir standen vor einem weinrotfarbenen Dodge Durango. Oh ja, der wäre der Richtige! - Wir checkten Werkzeug, Wagenheber, Reserverad, luden das Gepäck ein - und gerade wollten wir vom Hof fahren, als Ray erschreckt "Halt" rief, "wie ist es den mit dem Allradantrieb??????" - Oh je, jetzt hatten wir tatsächlich das Wichtigste nicht geprüft, und tatsächlich - gerade daran haperte es an unserem "Traum"-Auto. Es gab KEINEN Allradantrieb  . 

Also gut, Kommando zurück, Gepäck ausladen, und erneut auf die Suche gehen. Mist, schließlich wollten wir doch heute noch eine ganze Ecke fahren. Doch Glückspilze wie wir sind fanden wir "unser" Auto direkt neben dem Dodge, nämlich einen silberfarbenen Chevrolet Tahoe, der schon fröhlich mit den Hufen scharrte und sich freute, mit uns auf Tour gehen zu dürfen (allerdings wusste er zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht, was auf ihn zukommen würde!!!). Und welch Freude: dieses Fahrzeug hatte Werkzeug, Wagenheber UND 4WD - jetzt gab es definitiv kein Halten mehr.

Als wir vom National-Hof fuhren war die Sonne fast schon untergegangen, und allem Trubel zum Trotz wurden wir gleich mit einem atemberaubenden Sonnuntergang über den Rocky Mountains belohnt. 

 

Wir genossen diesen atemberaubenden Anblick, und fuhren dann mit einem lässig lautlos dahin gleitenden Fahrzeug auf der I 25 Richtung Walsenburg   , wo wir um 21.45 Uhrunser erstes Quartier, das Budget Host Motel erreichten. 

 

Schnell das Auto entladen,die knurrenden Mägen mit Fast Food aus dem benachbarten Kentucky Fried Chicken befriedigt, ein kurzes Absackerbier - und um 22.30 Uhr fielen wir totmüde aber auch glücklich in den wohlverdienten Schlaf.

 

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